Castillo de Polop
Befestigung muslimischen Ursprungs aus dem 12. Jahrhundert auf einem Felskamm in 239 Metern Höhe erbaut. Bewahrt doppelte Mauern und mittelalterliche Zisterne; als Kulturgut erklärt mit Panoramablick auf die Gemeinde.
Auf einem 239 Meter hohen Hügel über dem Ortskern von Polop erhebt sich das Castillo de Polop, eine maurische Festung vom Beginn des 12. Jahrhunderts, errichtet unter dem Emirat von Denia: Der nahezu kreisförmige, dem Relief der Kuppe angepasste Grundriss umfasste einst zwei kleine ummauerte Bezirke aus Mauerwerk und Stampflehm, von denen heute noch die Zisterne und ein quadratischer Turm erhalten sind.
Von der maurischen Festung zum christlichen Herrschaftssitz
Nach der Eroberung von Polop durch die Truppen Jakobs I. wurde die Burg zum Schauplatz der Kämpfe während der Aufstände Al-Azraqs, der letzten großen mittelalterlichen Erhebung der Muslime in der Region. 1271 übergab der König den Ort dem Ritter Beltrán de Belpuig – von da an blieb das Castillo in christlicher Hand, verlor in den folgenden Jahrhunderten aber zunehmend seine militärische Bedeutung, und heute ist es als Bien de Interés Cultural eingestuft, Spaniens höchste Denkmalschutzkategorie.
Vom Ortskern führt ein kurzer, aber steiler Weg zur Burganlage hinauf, von wo aus sich der Blick über die gesamte Gemeinde und, an klaren Tagen, bis zur Küste öffnet. In der Umgebung lässt sich die Besichtigung gut mit dem übrigen historischen Zentrum verbinden – allen voran mit der benachbarten Plaza de los Chorros mit ihrem Brunnen mit 221 Ausläufen und der wenige Gehminuten entfernten Casa Museo Gabriel Miró; wer es lieber höher mag, findet im Massiv des Monte Ponoig westlich des Ortes deutlich anspruchsvollere Wanderrouten.
Häufige Fragen
Ist der Besuch des Castillo de Polop kostenlos?
Ja, der Zugang zur Anlage ist frei.
Wie lange dauert der Aufstieg vom Dorf aus?
Nur wenige Minuten zu Fuß, allerdings mit spürbarer Steigung ab der Altstadt.
Was ist von der ursprünglichen Burg erhalten?
Mauerreste, eine Zisterne und ein quadratischer Turm – dazu der Panoramablick vom Hügel.
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