El Penyó de l'Alcalà (Peña de la Alcalá)
Zylindrischer Wachturm des 11. Jahrhunderts, errichtet auf einer Felsspitze mit extremem Zugang. Er überwachte das Guadalest-Tal, heute vom Staudamm besetzt. Nur seine untere Hälfte besteht, aber ihre einzigartige Form macht sie zum wiedererkennbaren Wahrzeichen von Guadalest.
Direkt gegenüber der ummauerten Altstadt von Guadalest erhebt sich der Penyó de l'Alcalà, auch Peña de la Alcalá genannt – ein zylindrischer Wachturm auf einer schmalen, kaum zugänglichen Felsnadel, dessen Geschichte weit zurückreicht: Die muslimische Besiedlung der Gegend begann Anfang des 11. Jahrhunderts, die heute noch erhaltenen Befestigungsreste stammen aber erst aus dem 12. Jahrhundert und wurden Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts noch einmal grundlegend erneuert.
Wachposten über dem gefluteten Tal
Vermutlich diente der Turm als gemeinsamer Beobachtungsposten für die beiden Festungsanlagen von Guadalest – das Castillo de San José und die längst verschwundene Burg von Alcozaiba – und überwachte das Tal, das heute der Stausee von Guadalest einnimmt. Erhalten ist nur die untere, aus Bruchstein gemauerte Hälfte des Turms. Für seinen heutigen Ruinenzustand verantwortlich ist das Erdbeben von 1644, dasselbe Beben, das auch die Burg und die Häuser des Dorfes schwer beschädigte. Die Felsnadel darunter wiederum ist so schmal und so steil, dass sich aus manchen Blickwinkeln kaum sagen lässt, wo der natürliche Fels endet und das Mauerwerk beginnt.
Das Wahrzeichen von Guadalest
Trotz seiner geringen Größe zählt der Penyó heute zu den bekanntesten Silhouetten von Guadalest, gut sichtbar vom Aussichtspunkt an der Plaça de Sant Gregori und von weiten Teilen des Stauseeufers aus – besteigen lässt er sich wegen des schroffen Geländes zwar nicht, dafür taucht er von mehreren Stellen im Dorf und von der umliegenden Straße aus immer wieder im Vordergrund der bekanntesten Fotos der Region auf.
Häufige Fragen
Kann man auf den Penyó de l'Alcalà steigen?
Nein, der Aufstieg ist wegen des schroffen Felsens extrem schwierig, und einen ausgebauten Weg gibt es nicht – am besten betrachtet man ihn von verschiedenen Punkten in Guadalest aus.
Ist die Besichtigung kostenlos?
Ja, man kann ihn vom Dorf, vom Aussichtspunkt Sant Gregori oder von der Straße rund um den Stausee aus kostenlos betrachten.
Warum ist nur die halbe Turmhöhe erhalten?
Das Erdbeben von 1644, das auch die Burg von Guadalest beschädigte, zerstörte den oberen Teil des Turms – wiederaufgebaut wurde er seitdem nie.
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