Was man sehen kann in Guadalest
Auf einem Kalksteinfelsen im Hinterland der Marina Baixa, mehr als 570 Meter über dem Meer und umgeben von den Gebirgszügen der Sierra de Aitana, Xortà und Serrella, liegt Guadalest – mit gut 280 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden der Comunitat Valenciana, die dennoch Jahr für Jahr ein Vielfaches dieser Zahl an Besuchern empfängt. Der Ortskern gliedert sich in zwei klar getrennte Teile: die Unterstadt am Fuß des Felsens und die ummauerte Burganlage islamischen Ursprungs auf der Kuppe, zu der ein in den Fels geschlagener Tunnel neben dem Portal de San José führt.
Geschichte
Urkundlich fassbar ist die Burg seit dem dreizehnten Jahrhundert: 1293 belehnte Jaime II den Adligen Bernardo de Sarriá mit ihr, ehe sie an die Krone zurückfiel und Carlos I 1543 Sancho de Cardona zum Marqués de Guadalest erhob – ein Titel, der der Herrschaft, die das Gebiet über Jahrhunderte regierte, ihren Namen gab. Nach der Vertreibung der Morisken 1609 wurde das Tal mit Siedlern aus anderen Teilen des Königreichs neu besiedelt. Zwei Katastrophen prägten das heutige Erscheinungsbild der Anlage: das Erdbeben von 1644, das große Teile der Festung zerstörte, und die Sprengung von 1708 im Spanischen Erbfolgekrieg, von der nur noch die Mauern des Castillo de San José übrig blieben. Seit 1974 steht die Anlage als Conjunto Histórico-Artístico unter Schutz und gehört heute zur Vereinigung der Schönsten Dörfer Spaniens (Los Pueblos Más Bonitos de España).
Sehenswertes im Ort
Das meistfotografierte Motiv von Guadalest ist der freistehende Glockenturm, ein quadratischer, von der Kirche losgelöster Turm, der auf einem Felsen über der Unterstadt thront und auf kaum einer Postkarte der Marina Baixa fehlt. Innerhalb der Stadtmauern reihen sich in früheren Herrenhäusern kuriose Themenmuseen aneinander – von Miniaturen über Salz- und Pfefferstreuer bis zu Puppenhäusern –, dazu der alte Kerker und ein kleiner, in den Fels gehauener Friedhof auf der Kuppe; von Aussichtspunkten wie der Plaça de Sant Gregori blickt man auf den Stausee von Guadalest hinunter, der zwischen 1953 und 1971 angelegt wurde und dessen türkisfarbenes Wasser sich deutlich vom grauen Gestein der Sierra abhebt.
Abseits der Stoßzeiten laden Wanderwege zu den umliegenden Weilern und zu natürlichen Aussichtspunkten wie dem Penyó de l'Alcalà ein – heute lebt der Ort fast ausschließlich vom Tourismus, von Gastronomie und Lederwarenhandel bis zu den Museen, die einen Großteil der Häuser innerhalb der Stadtmauer belegen.
🚆 Anfahrt von Alicante
Guadalest liegt im Hinterland der Marina Baixa, gut eine Autostunde von Alicante entfernt: Die AP-7 führt zunächst nordwärts, ehe man bei Callosa d'en Sarrià auf die CV-70 wechselt und eine kurvenreiche Bergstraße die letzten Kilometer hinauf ins Tal bewältigt. Bahnhof oder TRAM-Haltestelle sucht man im Ort vergeblich; mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert man meist die Straßenbahn bis Benidorm mit einem Linienbus ins Landesinnere – eine Fahrt, die deutlich länger dauert als mit dem Auto. Von der Küste aus fahren die meisten organisierten Ausflüge Guadalest als einen Stopp im Rahmen einer größeren Rundtour durchs bergige Hinterland der Provinz an.
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Strand und Natur · KOSTENLOSEmbalse de GuadalestGuadalest — Marina Baixa (Alacant)Stausee angelegt 1969 zur Bewässerung mit türkisfarbenen Gewässern von Felswänden umgeben.
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Denkmal · KOSTENLOSIglesia de Nuestra Señora de la Asunción y CampanarioGuadalest — Marina Baixa (Alacant)Barocktempler 1962 nach den Zerstörungen des Erbfolgekriegs wiederhergestellt.
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MuseumMuseo de Microminiaturas "Manuel Ussá"Guadalest — Marina Baixa (Alacant)Sammlung von Mikroskulpturen von Manuel Ussà ohne zu atmen zwischen Herzschlägen gefertigt.
- 🏔️Aussichtspunkt · KOSTENLOSMirador de la Plaça de Sant GregoriGuadalest — Marina Baixa (Alacant)
Balkon, der sich über dem Abgrund aus dem Herzen der mittelalterlichen Zitadel öffnet.
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Kirche · KOSTENLOSEl Campanario (campanario exento de Guadalest)Peñón rocoso sobre el casco antiguo, El Castell de GuadalestZylindrischer unabhängiger Glockenturm der allein auf einem Felskern aufsteht, der wie der Bug eines Schiffs über der Leere schwebt.
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BurgCastillo de San JoséGuadalest — Marina Baixa (Alacant)Festung des 11. Jahrhunderts erbaut während der muslimischen Besatzung auf der höchsten Stelle des Felsens.
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MuseumCasa Orduña (Museo Municipal)Guadalest — Marina Baixa (Alacant)Herrschaftliches Haus des 17. Jahrhunderts, nach dem Erdbeben von 1644 von der baskischen Familie Orduña gebaut, Burgherren.
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Burg · KOSTENLOSCastillo de la AlcozaibaGuadalest — Marina Baixa (Alacant)Festung des 11. Jahrhunderts, die neben dem Castillo de San José die Verteidigung verstärkte, teilweise auf der Spitze gefährlicher Klippen…
- 🗿Denkmal · KOSTENLOSPortal de San JoséGuadalest — Marina Baixa (Alacant)
In Fels gehauener Tunnel mit Rundbogen, einziger Fußgänger-Eingang zur mittelalterlichen Zitadel. Im 17.
- 🗿Denkmal · KOSTENLOSMazmorra (antiguo calabozo)Guadalest — Marina Baixa (Alacant)
Gewölbter Kerker aus dem 12. Jahrhundert in der Krypta des Rathauses.
- 🏔️AussichtspunktCementerio del CastilloGuadalest — Marina Baixa (Alacant)
Kleiner Friedhof fast 600 Meter hoch auf der oberen Terrasse des Castillo de San José, neben seinen Mauern.
- 🏛️MuseumMuseo de Saleros y PimenterosGuadalest — Marina Baixa (Alacant)
Sammlung mit über 20.000 Salzstreuern und Pfefferstreuern aus der Welt, sortiert nach Material oder Thema.
- 🏛️MuseumMuseo de Belenes y Casas de Muñecas (Antonio Marco)Guadalest — Marina Baixa (Alacant)
Museum mit Puppenhaushäuser im Maßstab 70 cm, gebaut aus Stein, Ziegel und Tonziegeln. Im ersten Stock winzige Häuser komplett möbliert.
- 🏛️Museum · KOSTENLOSMuseo Etnológico de GuadalestGuadalest — Marina Baixa (Alacant)
Typisches Haus des 18. Jahrhunderts in den Fels der arabischen Zitadel gegraben, durch einen Tunnel erreichbar.
- 🏔️Aussichtspunkt · KOSTENLOSEl Penyó de l'Alcalà (Peña de la Alcalá)Guadalest (Marina Baixa) — Plaça de Sant Gregori
Zylindrischer Wachturm des 11. Jahrhunderts, errichtet auf einer Felsspitze mit extremem Zugang.
Häufige Fragen
Kostet der Besuch von Guadalest Eintritt?
Der Zugang zum Ort und seinen Gassen ist frei, doch für die ummauerte Burganlage auf der Kuppe – mit Kastell, Kerker und den meisten Museen – wird Eintritt fällig; ein Kombiticket deckt mehrere davon gleichzeitig ab.
Wie viel Zeit sollte man für Guadalest einplanen?
Zwei bis drei Stunden reichen, um die Unterstadt zu erkunden, zur Burganlage hinaufzusteigen und in Ruhe zwei oder drei Museen zu besichtigen; wer zusätzlich zu einem nahen Aussichtspunkt wandern oder zum Stausee hinabsteigen möchte, sollte mehr Zeit einplanen.
Ist Guadalest auch mit Kindern zu empfehlen?
Ja, auch wenn die gepflasterten Gassen der Burganlage eng und stufenreich sind und sich daher kaum für einen Kinderwagen eignen; die Miniatur- und Puppenhausmuseen kommen bei den Kleinen meist gut an.