Castillo de Biar
Mittelalterliche Festung muslimischen Ursprungs auf 750 Metern Höhe. Der almohadi-Turm von 19 Metern Höhe und Verteidigungsmauern mit vier äußeren Rundtürmen dominieren das Tal von strategischer Lage.
Über dem Dorf Biar, am äußersten, der Mancha-Hochebene am nächsten gelegenen Zipfel des Alt Vinalopó, krönt das Castillo de Biar einen 750 Meter hohen Felskegel; seine Anfänge reichen in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück, als die Gegend noch zu al-Andalus gehörte und die Lage die Kontrolle über den natürlichen Übergang zwischen dem Landesinneren und dem Gebiet von Alicante ermöglichte. 1931 wurde die gesamte Anlage zum nationalen Baudenkmal erklärt.
Bergfried und Ringmauer
Markantester Bauteil ist der quadratische, rund 19 Meter hohe Bergfried aus Bruchstein und Stampflehm; sein Inneres bewahrt ein almohadisches Rippengewölbe, eines der ältesten seiner Art in Spanien – ein vergleichbares Exemplar findet sich nur im nahen Castillo de Villena. Um den Turm zieht sich eine doppelte Ringmauer mit vier äußeren und drei inneren Rundtürmen, das Ergebnis späterer, bereits christlicher Erweiterungen nach der Eroberung im 13. Jahrhundert.
Aufstieg und Aussicht
Der Zugang erfolgt zu Fuß vom Ortskern aus, vorbei an der Iglesia de la Asunción, deren Glockenturm während des Aufstiegs noch unterhalb der Burg liegt. Von den Mauern oben reicht der Blick über das Vinalopó-Tal und weite Teile der Comarca, mit dem mittelalterlichen Aquädukt gut sichtbar in der Ebene; da der Weg stellenweise steil ansteigt, lohnt sich festes Schuhwerk, und in den Sommermonaten sind die Mittagsstunden für den Aufstieg denkbar ungünstig.
Die Burg gehört zur Ruta de los Castillos del Vinalopó. Diese Route verbindet die Festungen von Villena mit denen der umliegenden Comarca und macht das jahrhundertelange Verteidigungssystem an der Grenze zwischen den Königreichen Kastilien und Aragón nachvollziehbar.
Häufige Fragen
Ist der Besuch des Castillo de Biar kostenlos?
Nein, für den ummauerten Bereich wird Eintritt verlangt; der Fußweg zum Hügel und der Blick von außen sind dagegen frei.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Mit Aufstieg vom Dorf sowie dem Rundgang über die Mauern und durch den Turm dauert der Besuch meist zwischen einer und anderthalb Stunden.
Wann eignet sich der Aufstieg am besten?
Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Temperaturen; im Hochsommer sollte man wegen der Hitze und der fehlenden Schattenplätze auf dem Weg die Mittagsstunden meiden.
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