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Clots de la Sal / Les Salinetes

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Strand und Natur KOSTENLOS

Novelda — Vinalopó Mitjà

In alten, gefluteten Tongruben bei Novelda sind drei türkisfarbene Lagunen entstanden. Das 120,41 Hektar große Paraje Natural Municipal ersetzt mit brackigem Wasser, ockerfarbenen Abbruchkanten und Stille die überfüllten Strände der Küste.

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Kurz gesagt: Bei Novelda liegen in stillgelegten Tongruben drei türkisfarbene Lagunen — ein 120,41 Hektar großes Paraje Natural Municipal, vier Kilometer vom Ort entfernt und nur über eine unbefestigte Piste erreichbar. Weder Einrichtungen noch Aufsicht, Baden offiziell nicht gestattet: Der Reiz liegt im Landschaftsbild, in der Stille und im Blick durchs Objektiv, nicht am Strandtuch.

Warum kennt diesen Ort kaum jemand?

Reiseführer für Strände erwähnen Novelda nicht, und wer den Ort kennt, denkt an das Santuario de Santa María Magdalena oder an das Castillo de La Mola — an Lagunen denkt niemand. Dabei liegt das Schutzgebiet fernab der Küstenroute zwischen Alicante, Elche und Torrevieja, und geschützt ist es erst seit 2021, als die Generalitat Valenciana es ohne jede touristische Vermarktung anerkannte. Ganz geheim ist es trotzdem nicht: Ein markierter Gemeindepfad (SL-CV 127) und ein eigener Eintrag auf der Tourismusseite von Novelda sorgen dafür, dass Wanderer der Gegend die Lagunen durchaus finden — nur eben deutlich weniger davon als bei den Fonts de l'Algar in Callosa d'en Sarrià. Genau dieser geringere Andrang hat den Ort intakt gehalten. Wer ihn sucht, sollte sich vorab den Camino de Salinetes merken (Koordinaten 38.414, -0.740), denn abseits der üblichen Küstenroute läuft man sonst leicht daran vorbei.

Was Clots de la Sal / Les Salinetes wirklich ist. Bis in die Neunzigerjahre wurde hier Ton für Noveldas Keramik- und Marmorindustrie abgebaut. Nach der Stilllegung holte sich die Natur die Gruben zurück: Grundwasser und Sickerwasser aus dem Vinalopó füllten die Becken, und 2021 erklärte die Gemeinde die Fläche mit 120,41 geschützten Hektar zum Paraje Natural Municipal. Dazu gehören brackige Wasserflächen, rote und weiße Tonabbrüche, ein Schilfsaum am Rand und der freie Blick zur Serra de la Mola. Ein Strand oder ausgebautes Naturbad ist es nicht — kein Rettungsschwimmer, keine Strandbar, dafür 10 bis 20 Meter hohe Wände, die sich abends ins Rosafarbene verfärben, und eine nur eine halbe Stunde von der Küste entfernte Stille, die einen scharfen Kontrast bildet. Verwaltet wird das Gebiet von der Gemeinde, offiziell anerkannt von der Generalitat Valenciana.

Wie entstanden die Lagunen?

Die Entstehungsgeschichte ist rein industriell: In den Siebziger- und Achtzigerjahren baute Novelda hier roten Ton und Mergel für die Marmor- und Keramikproduktion des Vinalopó Mitjà ab, mit weiteren Gruben Richtung Landesinnere bis nach Petrer sichtbar. Weil unterhalb des Grundwasserspiegels gegraben wurde, liefen die Becken dauerhaft mit brackigem, sulfathaltigem Wasser aus dem triassischen Keuper voll — demselben Gestein, das den Wänden ihre Farbe gibt —, und als der Abbau endete, pumpte niemand mehr ab, sodass das Becken geflutet blieb. Heute bestehen drei größere Becken und mehrere kleinere Tümpel, je nach Niederschlag miteinander verbunden, umgeben von senkrechten Abbruchkanten, an denen sich die Gesteinsschichten wie in einem Lehrbuch lesen lassen. Genau dieser Kontrast — das Grünblau des Wassers, das Ocker des Tons, das Graugrün der Tamarisken — liefert die Farbpalette, für die Fotografen aus der ganzen Provinz anreisen.

Baden erlaubt oder nur zum Anschauen?

Offiziell ist Baden weder erlaubt noch beaufsichtigt: Der Schutzplan stuft das Gebiet als Landschafts- und Bildungszone mit eingeschränkter Nutzung ein, ganz ohne Badeinfrastruktur, und die Gemeinde bewirbt es ausdrücklich als Aussichtspunkt. Im Sommer springen trotzdem Leute ins Wasser, doch der Untergrund ist unregelmäßig, voller Tonblöcke und wechselnd tief — ohne Rettungsschwimmer, ohne Schatten. Laut Decreto 54/2021 des Consell umfasst das Schutzgebiet 120,41 Hektar, zu denen neben den Lagunen auch die Serra de la Mola zählt; die Wasserfläche selbst macht nur einen kleinen Teil davon aus, der Rest ist Abbruchkante und Bergland, keine Freizeitzone. Wer trotzdem hinfährt, sollte es als Aussichtspunkt behandeln: Badeschuhe mitbringen, nicht von den Kanten springen und das Wasser nach Regen meiden, wenn die Trübung Hindernisse verdeckt. Am meisten lohnt sich der späte Nachmittag, wenn tiefstehende Sonne die Ockertöne zum Leuchten bringt und sich die Serra de la Mola im Wasser spiegelt.

Wie kommt man hin, ohne sich zu verfahren?

Von Novelda aus fährt man auf der CV-835 Richtung La Romana und biegt beim ausgeschilderten Steinbruchzugang auf den Camino de Salinetes ab; nach 3,8 Kilometern wird aus Asphalt eine holprige Erdpiste, die bei Trockenheit auch ohne Allrad befahrbar ist. Das Auto bleibt auf dem Platz vor dem Tor stehen, die letzten 400 Meter bis zur ersten Abbruchkante geht man zu Fuß. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht direkt hierher, denn die nächste TRAM-Station liegt im 22 Straßenkilometer entfernten Elda; mit dem Auto dagegen sind es von Alicante über die A-31 rund 32 Minuten bis Novelda und weitere 7 bis zum Naturraum, während der Weg von Guadalest oder Alcoi über die Berge deutlich länger dauert — dann bietet sich eine Kombination mit dem Museo Histórico-Artístico oder mit Xixona an. Wasser, Kopfbedeckung und geschlossene Schuhe gehören ins Gepäck: Weder Brunnen noch Schatten gibt es unterwegs, und nasser Ton wird schnell rutschig.

Mit dem Auto

Zu Fuß oder mit dem Rad ab Novelda

Wann hinfahren, was mitnehmen?

Am schönsten ist es zwischen Oktober und Mai, früh am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang — im Sommer heizt sich die baumlose Senke ohne jeden Schatten auf, während an einem Winterabend das seitliche Licht die Abbruchkanten plastisch modelliert und das karbonatreiche Wasser milchig türkis schimmert. Mülltonnen und Toiletten fehlen vollständig, also gehören eine Tüte für den eigenen Abfall, ein Fernglas für die Blässhühner und Enten im Schilf und ein Stativ für Fotos ins Gepäck. Von Drohnen wird abgeraten, denn ohne kommunale Genehmigung sind sie im Naturschutzgebiet nicht erlaubt. Wer ein Bad mit Infrastruktur sucht, ist bei den Fonts de l'Algar oder an der Küste von Jávea besser aufgehoben; wer Stille und Geologie zehn Autobahnminuten entfernt sucht, ist hier richtig — und braucht dafür nicht mehr als 90 Minuten, sollte sich aber Zeit nehmen, um einmal um das ganze Gelände herumzugehen.

Was sich in der Nähe noch lohnt

Novelda selbst reicht, um den Tag zu füllen, ganz ohne Rückkehr an die Küste: Steig zur Burg La Mola mit ihrem einzigartigen dreieckigen Turm hinauf, besichtige das an Gaudí angelehnte, modernistische Santuario und iss in der Altstadt. Wer die Route verlängern will, findet in Pego mit seiner Marjal ein Feuchtgebiet mit Stegen und in Biar mit seiner Burg das mittelalterliche Gegenstück im Landesinneren — beides in weniger als einer Stunde über die A-31 und die AP-7 zu erreichen, und ohne das Gedränge, das Benidorm oder der Stausee von Guadalest am Wochenende mit sich bringen.

Tip: Fahr am besten zwischen Oktober und Mai kurz vor Sonnenuntergang hin: Das Seitenlicht auf den Ockertönen und im türkisfarbenen Wasser wirkt eindrucksvoller als mittags, und du entgehst der größten Hitze.

Häufige Fragen

Darf man in den Clots de la Sal baden?

Offiziell erlaubt oder beaufsichtigt ist das Baden nicht, denn das Schutzgebiet dient der Landschaft und nicht dem Badebetrieb — im Sommer springen trotzdem manche hinein, allerdings ohne Rettungsschwimmer, mit unebenem Grund und ohne Schatten. Am besten als Aussichtspunkt behandeln und auf Sprünge von den Kanten verzichten.

Wie kommt man von Novelda zu den Clots de la Sal?

Über den Camino de Salinetes ab der CV-835 (3,8 km Asphalt, dann ein kurzes Stück Piste) gelangt man zum Erdplatz zum Parken, von dort sind es noch 400 m zu Fuß bis zur Abbruchkante. Einen direkten Bus gibt es nicht; mit dem Auto sind es von Alicante rund 32 Minuten über die A-31.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Zwischen Oktober und Mai, am liebsten zum Sonnenuntergang: Seitenlicht auf den Ockerwänden, türkises Wasser und keine extreme Hitze. Im Sommer Wasser, Kopfbedeckung und Badeschuhe einpacken — Mülltonnen und Toiletten gibt es vor Ort nicht.

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