Santuario de Santa María Magdalena
Modernistischer Tempel mit Kannenform grundriss, entworfen vom Ingenieur José Sala Sala. Beherbergt eine monumentale Steinorgel von 40 Tonnen mit 7.000 Musikstücken aus dem 20. Jahrhundert.
Auf einem Hügel am Rand von Novelda nimmt das Santuario de Santa María Magdalena von außen die Form eines Krugs an – ein Verweis auf das Balsamgefäß, das die Überlieferung der Heiligen zuschreibt –, entworfen nach den Ideen des aus Novelda stammenden Ingenieurs José Sala Sala und deutlich geprägt vom katalanischen Jugendstil, wie ihn Antoni Gaudí prägte; die 1918 begonnenen Arbeiten zogen sich über mehrere, teils unterbrochene Bauphasen hin und galten erst um 1946 als abgeschlossen. Vor Ort leiteten die Baumeister Ceferí Escolano und Antoni Amorós einen Großteil der Bauarbeiten.
Die Orgel aus Marmor
Seit den 1990er-Jahren beherbergt der Innenraum ein weiteres, ungewöhnliches Projekt: eine fast vollständig aus Marmor gefertigte Orgel – mit rotem Marmor aus Alicante und cremefarbenem Marmor –, ein Werk des Orgelbauers und Bildhauers Iván Larrea, das rund 40 Tonnen wiegt und über 11 Meter hoch ist; der Bau zieht sich seit Jahrzehnten hin und wurde 2018 der Stadtverwaltung von Novelda geschenkt, damit das Projekt von dort aus fortgeführt werden konnte.
Besuch
Der Zugang zum Heiligtum ist kostenpflichtig, und wer die Explanada auf dem Hügel erreichen will, fährt über eine Straße hinauf – ohne den Fußweg, der zur nahen Burg nötig ist; im Inneren verbindet sich das Hauptschiff mit zwei Seitenräumen und mündet in eine Apsis mit dem Bildnis der Heiligen. Eine Bronzeglocke aus dem 17. Jahrhundert, die aus der ursprünglichen Ermita stammt, welche vor dem heutigen Gebäude an dieser Stelle stand, ist heute im Museo Histórico-Artístico der Stadt zu sehen, während sich das Heiligtum den Hügel mit dem Castillo de La Mola teilt und innerhalb des Naturraums Clots de la Sal liegt – ein Grund, den Tempelbesuch mit einem Spaziergang durch die Umgebung zu verbinden.
Häufige Fragen
Ist der Eintritt ins Santuario de Santa María Magdalena kostenlos?
Nein, der Zugang zum Innenraum ist kostenpflichtig; von außen lässt sich der Bau vom Hügelgelände aus frei betrachten.
Wie lange dauert der Besuch?
Zwischen Außenansicht, Innenraum und der Marmororgel nimmt der Besuch meist 30 bis 45 Minuten in Anspruch.
Lohnt sich eine Kombination mit anderen Orten in der Nähe?
Ja, da der Hügel mit dem Castillo de La Mola geteilt wird und alles innerhalb des Naturraums Clots de la Sal liegt, besuchen die meisten alle drei Orte bei demselben Ausflug.
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