Casas-Cueva
Im Mittelalter befestigte Mauern als Wohnstätten in die Höhle eingehauene Häuser gegen Ende des 19. Jh., mit durchgehend 20°C Temperatur ganzjährig. Museum, das die Wohnkultur des 20. Jh. und traditionelle Handwerke rekonstruiert.
Ende des 19. Jahrhunderts gruben Bewohner die Höhlenhäuser direkt in die Wehrmauer der Burg von Petrer, wobei sie die Reste der Festung selbst nutzten – auf einem Grundstück, das damals der Pfarrei San Bartolomé gehörte, der Eigentümerin des Burghügels, die diese troglodytischen Wohnungen genehmigte; in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wuchs ihre Zahl weiter. Dieser Typ der in Fels gehauenen Wohnstätte, verbreitet unter einkommensschwachen Familien, entstand um diese Zeit an verschiedenen Orten im spanischen Südosten, konzentrierte sich in Petrer aber auf den Burghang, wo damit ein sonst kaum bewohnbares Gelände nutzbar wurde. Mehrere dieser Häuser sind bis heute an ein und demselben Mauerabschnitt erhalten, gruppiert zu einem Gesamtbild, wie man es in der Comarca nur selten findet.
Es waren einfache Häuser mit den für eine Familie nötigsten Räumen. Ihr größter praktischer Vorzug lag im Klima: In den Fels gehauen, halten sie das ganze Jahr über eine stabile Temperatur – meist zwischen 18 und 20 Grad angegeben –, mit kaum spürbaren Schwankungen zwischen Sommer und Winter.
Nach ihrer Restaurierung wurde eines dieser Häuser als Ausstellungsraum des Museums Dámaso Navarro eingerichtet, mit Möbeln und Alltagsgegenständen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, die einen Eindruck vom früheren Wohnalltag vermitteln – der Zugang führt dabei über Stufen und Gefälle in den Hang, was Besucher mit eingeschränkter Mobilität bedenken sollten, und naheliegend lässt sich der Rundgang mit der direkt darüberliegenden Burg von Petrer sowie der Kirche San Bartolomé, der einstigen Eigentümerin dieser Grundstücke, verbinden.
Die Höhlenhäuser zählen zu den bekanntesten Ansichten der Altstadt von Petrer und lassen sich, wenn auch aus einer völlig anderen Epoche und mit völlig anderer Funktion, durchaus mit anderen Kulturstätten des Vinalopó Mitjà vergleichen – etwa mit El Monastil im benachbarten Elda.
Häufige Fragen
Ist der Besuch der Höhlenhäuser kostenlos?
Ja, der Eintritt ist kostenlos.
Wie viel Zeit braucht man dafür?
Der Besuch ist kurz und dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten.
Ist der Besuch auch für Kinder interessant?
Ja, in Fels gehauene Wohnräume und alte Haushaltsgegenstände wecken bei jüngeren Besuchern erfahrungsgemäß großes Interesse.
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