Vall de Xaló
Ländliches Tal, durch das der 53 Kilometer lange Fluss Gorgos fließt; mildes Mittelmeerklima mit traditionellen Kulturen. Berglandschaft und typische Vegetation der Marina Alta.
Die Vall de Xaló ist das Agrartal, durch das der Gorgos zwischen den Bergen der Marina Alta fließt, mit Jalón als einem ihrer wichtigsten Orte, und ihr mildes Mittelmeerklima trägt seit Jahrhunderten eine Landschaft aus Terrassenfeldern, Johannisbrot- und Mandelbäumen sowie vor allem Muskatellerreben, die den landwirtschaftlichen Charakter der Region bis heute prägt.
Weinberge und Rosinen
Im 19. Jahrhundert drehte sich ein Großteil der Talwirtschaft um den Rosinenhandel, der über den Hafen von Denia nach England und in andere europäische Märkte verschifft wurde; mit der Zeit verlor die Rosine an Bedeutung gegenüber Wein und Tafeltrauben, doch die Muskatellertraube blieb die dominierende Sorte, und rund 500 Hektar Rebfläche verteilen sich bis heute auf Jalón und die Nachbardörfer. Getragen werden die Terrassenfelder dabei von Trockensteinmauern – eine traditionelle Bautechnik, die zum anerkannten Kulturerbe der Region zählt.
Durchs Tal
Der Gorgos entspringt in den Sierras des Hinterlands, durchquert Jalón und Gata de Gorgos und mündet schließlich im Gebiet von Jávea, nahe dem Kap Sant Antoni – wer das Tal bereist, folgt also vor allem Landstraßen und Feldwegen zwischen Weinbergen, mit dem Castell d'Aixa als Wächter über dem Ganzen und dem Museu Etnològic des Dorfes als gutem Ausgangspunkt, um das Gesehene einzuordnen. Am meisten Betrieb herrscht zur Weinlese im Spätsommer, wenn in den Bodegas gearbeitet wird, doch die agrarische Landschaft lässt sich das ganze Jahr über genießen, fernab der Menschenmassen an der nahen Küste.
Häufige Fragen
Lässt sich das Tal ohne Auto erkunden?
Einzelne Abschnitte lassen sich zu Fuß gehen, doch wer es in Ruhe erkunden will, bewegt sich normalerweise mit dem Auto zwischen Jalón und den Nachbardörfern.
Wann ist die beste Reisezeit?
Zur Weinlese im Spätsommer ist am meisten los, doch die Terrassenfelder und Weinberge lassen sich das ganze Jahr über genießen.
Gibt es im Tal auch kostenlose Aktivitäten?
Ja, Spazieren oder Fahren auf den Landstraßen zwischen den Weinbergen kostet nichts; nur Bodega- und Museumsbesuche sind meist kostenpflichtig.
Kommentare
Melde dich mit Google an, um zu kommentieren und zu bewerten
Sei der Erste, der kommentiert.