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Agost

Was man sehen kann in Agost

📍 ~17 km von Alicante

Agost liegt 18 Kilometer westlich von Alicante im Binnenland, eingebettet zwischen der Sierra del Ventós und der Sierra del Maigmó. Kaum ein Ort ist so eng mit der Töpferei verbunden. Das Handwerk lässt sich hier bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen: Der Ortsname taucht bereits 1252 in einem Privileg Alfons' X. auf, und um 1277 war die Keramikproduktion bedeutend genug, um in zeitgenössischen Registern verzeichnet zu werden.

Geschichte

Die ursprüngliche Siedlung lag beim „Castellet de la Murta“, einer andalusischen Festung, die vom 9. bis zum 13. Jahrhundert bewohnt war. Nach dem Mudéjar-Aufstand von 1264 bis 1266 zogen die Bewohner auf den heutigen Standort, oben auf einem Hügel. Formell organisiert wurde das Töpferhandwerk 1822 mit der Gründung der ersten Handwerkerzunft, und ab 1858 sorgte die Eisenbahnlinie Madrid–Alicante für den Aufschwung der Produktion – Krüge, Wasserkrüge und Vorratsgefäße aus Agost gelangten fortan bis nach Barcelona, in den Norden Spaniens und sogar nach Kuba und Nordafrika.

Sehenswertes

Das Töpfermuseum ist in einer ehemaligen Keramikfabrik untergebracht, die 1902 eröffnete und 1975 schloss. 1981 zum Museum umgewandelt und zwischen 2007 und 2014 grundlegend saniert, bewahrt es Öfen arabischen Typs, Absetzbecken für Ton und die alte Werkstatt, dazu eine Sammlung von über 4.500 Stücken. Ganz in der Nähe sind mehrere traditionelle Töpferwerkstätten weiterhin in Betrieb und empfangen Besucher, die der Drehscheibe bei der Arbeit zusehen wollen. Im Ortskern runden die Kirche Sant Pere Apòstol und die Ermita de les Santes Justa i Rufina das religiöse Erbe des Ortes ab.

Auch musikalisch ist Agost aktiv: Zwei rivalisierende Musikkapellen, gegründet 1895 und 1978, haben international Preise gewonnen, und zum eigenen Festkalender gehören die „Danzas del Rey Moro“, die zwischen dem 26. Dezember und dem 1. Januar getanzt werden. Die Landschaft der Gegend – Olivenhaine, Mandelbäume und Tafeltraubenfelder – diente über die Jahrzehnte immer wieder als Filmkulisse, unter anderem 1966 für „Die Rückkehr der glorreichen Sieben“. Wegen seiner Nähe zur Provinzhauptstadt eignet sich Agost gut für einen kurzen Ausflug ab Alicante, bei dem sich der Museumsbesuch mit einem Bummel durch die Altstadt verbinden lässt. Die Gemeinde zählte 1715 gerade einmal 1.715 Einwohner, wuchs bis zum Ende des 20. Jahrhunderts stetig weiter und liegt heute bei rund 5.200 Bewohnern.

🚆 Anfahrt von Alicante

Nur 18 Kilometer westlich von Alicante gelegen, zählt Agost zu den schnellsten Ausflügen ins Hinterland, die sich von der Provinzhauptstadt aus anbieten; mit dem Auto führt die direkteste Route über die Schnellstraße A-31 und anschließende Landstraßen bis ins Dorf, in der Regel in weniger als einer halben Stunde. Wer nicht selbst fahren möchte, nutzt die mehrmals täglich verkehrende Überlandbuslinie zwischen Agost und Alicante. Da der Ort keinen Bahnanschluss hat, bleiben Auto und Bus die beiden einzigen praktischen Wege von der Küste aus.

Häufige Fragen

Wofür ist Agost bekannt?

Für seine seit dem 13. Jahrhundert belegte Töpfertradition, die sich bis heute in aktiven Werkstätten und im Töpfermuseum des Ortes besichtigen lässt.

Kann man den Töpfern in Agost bei der Arbeit zusehen?

Ja, mehrere traditionelle Werkstätten sind weiterhin in Betrieb und empfangen Besucher, die den Prozess an der Drehscheibe aus der Nähe verfolgen möchten.

Wie lange dauert die Fahrt von Alicante nach Agost?

Mit dem Auto liegt die Fahrzeit über die Autobahn A-31 und Landstraßen meist bei rund einer halben Stunde.

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