Was man sehen kann in Alcoi
Alcoy liegt auf einem Bergsporn zwischen drei Schluchten – dem Molinar, dem Riquer und dem Barxell – mitten im bergigen Hinterland der Provinz Alicante, auf 561 Metern Höhe und flankiert von der Sierra de Mariola und dem Carrascal. Das zerklüftete Gelände zwang die Stadt dazu, ihre Stadtviertel über Brücken und Viadukte miteinander zu verbinden, was ihr den Ruf als „Stadt der Brücken“ einbrachte. Dieses kompakte, von der Topografie diktierte Stadtbild unterscheidet sich deutlich von dem der Küstenorte der Provinz. Mit rund 61.000 Einwohnern bleibt Alcoy trotzdem das finanzielle, kommerzielle und kulturelle Zentrum der umliegenden Gemeinden.
Die industrielle Wiege
Als wichtigstes Industriezentrum im Hinterland Alicantes verarbeitete die Stadt schon im 16. Jahrhundert Wolle. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen eine bedeutende Papierindustrie – bekannt für ihre Zigarettenpapierfabriken – sowie die Metallverarbeitung hinzu, bis Alcoy um 1830 zum größten Fabrikstandort der Region aufstieg. Die Real Fábrica de Paños stieß außerdem Spaniens erste Textilschule an, die Escuela de Bolla, die 1853 als Gewerbeschule anerkannt wurde. Aus jener Zeit stehen bis heute Gebäude wie die Casa de la Cultura – der 1927 errichtete ehemalige Sitz der Banco de España – und die Puente de Sant Jordi: ein 245 Meter langes Viadukt aus Sichtbeton im Art-déco-Stil, dessen Bau 1925 begann und das die Schlucht des Río Riquer in 45 Metern Höhe überspannt. Das Museo Arqueológico Camilo Visedo Moltó, untergebracht in einem Renaissancepalast, der zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert Sitz der Stadtregierung war, zeigt neolithische Keramik und die bleiernen iberischen Inschriften, die in den umliegenden Fundstätten entdeckt wurden.
Berge und Feste
Zwei Naturräume flankieren die Stadt. Der Parque Natural del Carrascal de la Font Roja bietet gut erhaltenen Mittelmeerwald und markierte Pfade zum Gipfel des Menejador, während sich Alcoy den über 17.000 Hektar großen Parque Natural de la Sierra de Mariola – 2002 zum Naturpark erklärt – mit sechs weiteren Nachbargemeinden teilt. Jeden April verwandelt sich diese Berglandschaft in die Bühne der Moros y Cristianos de Sant Jordi, ein seit dem 17. Jahrhundert belegter Brauch, der 1980 zum Fest von internationalem touristischem Interesse erklärt wurde. Zu Ehren des Stadtpatrons ziehen dabei 28 Filaes auf, zu gleichen Teilen auf die maurische und die christliche Seite verteilt, jede in eigenen Trachten durch die Straßen der Altstadt. Der Legende nach geht das Fest auf das Jahr 1276 zurück, als ein Angriff des mudejarischen Anführers Al-Azraq auf die Stadt der Überlieferung nach nur dank des Eingreifens von Sant Jordi abgewehrt werden konnte.
🚆 Anfahrt von Alicante
Alcoy liegt gut 60 Kilometer nördlich von Alicante, mitten im Landesinneren der Provinz. Mit dem Auto dauert die Fahrt über die Schnellstraße A-7 etwa dreiviertel Stunden; sie führt vorbei an Castalla und Ibi und gewinnt auf den letzten Kilometern vor der Stadt kurvenreich an Höhe. Alcoy besitzt zwar einen eigenen Bahnhof. Die Strecke führt jedoch nach Xàtiva und nicht in die Provinzhauptstadt, weshalb der Zug ab Alicante keine praktikable Option ist.
- Mit dem Auto über die Schnellstraße A-7 via Castalla und Ibi.
- Mit dem Überlandbus, mit mehreren täglichen Abfahrten ab dem Busbahnhof von Alicante.
- Mit dem Taxi oder Mietwagen, für alle, die nicht von Busfahrplänen abhängig sein wollen.
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Garten · KOSTENLOSFont Roja Natural ParkAlcoi — L'Alcoià (Alacant)Geschütztes Naturschutzgebiet von 2.298 Hektar mit Mittelmeerwald aus Eichen, Kiefern und seltenen Arten in der Nähe von Alcoy und Ibi.
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MuseumMuseo Arqueológico Camilo Visedo MoltóAlcoi — L'Alcoià (Alacant)Das Renaissance-Gebäude aus dem 16. Jahrhundert beherbergt Sammlungen von neolithischer Keramik bis zu arabischen Bleischriften und…
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Denkmal · KOSTENLOSPuente de Sant JordiAlcoi — L'Alcoià (Alacant)Aus Stahlbeton erbaute Art-Déco-Brücke, vollendet 1931, 245 Meter lang und 45 Meter hoch.
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Garten · KOSTENLOSSierra de Mariola Natural ParkAlcoi — L'Alcoià (Alacant)Naturschutzgebiet von 17.000 Hektar, das 2002 unter Schutz gestellt wurde und acht Gemeinden einschließlich Alcoy umfasst.
- 🍸Charmanter OrtCasa de la CulturaAlcoi — L'Alcoià (Alacant)
Kulturzentrum in einem Gebäude der früheren Bank von Spanien von 1927, neoklassische Struktur.
Häufige Fragen
Ist der Eintritt in den Parque Natural de la Font Roja kostenlos?
Ja, das Betreten des Parks kostet nichts. Die Zufahrt mit dem eigenen Auto kann zu bestimmten Jahreszeiten eingeschränkt sein, weshalb sich vorheriges Nachfragen lohnt.
Wie viel Zeit braucht man für einen Besuch in Alcoy?
Ein voller Tag reicht, um die Altstadt, die Puente de Sant Jordi und das archäologische Museum in Ruhe zu erkunden. Wer zusätzlich durch die Font Roja oder die Sierra de Mariola wandern möchte, sollte mindestens einen halben Tag mehr einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Alcoy?
Im Frühling, vor allem rund um den 23. April, sorgt das Fest der Moros y Cristianos für die lebendigste Zeit des Jahres in der Stadt. Für Wanderungen in den Naturparks ohne große Hitze eignen sich Frühling und Herbst am besten.